Gorleben

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Hier nun die wahrscheinlich bekannteste Gegend des Wendlandes: das atomare Zwischenlager bei Gorleben. Es liegt mitten im Wald, einige Kilometer südlich des direkt an der Elbe gelegenen, namengebenden Ortes. Den Ort und den Fluss erkennt man im Hintergrund.

Links im Bild in der langgestreckten Halle befindet sich das Zwischenlager. Darin stehen die Castorbehälter. Links davon mit dem Schornstein die Pilotkonditionierungsanlage. Dieses Wortungetüm bedeutet, dass hier Versuche angestellt werden, den verbrauchten Kernbrennstoff* so zu versiegeln (konditionieren), dass er sehr lange stabil bleibt und nicht ins Grundwasser gelangen kann. Er wird dann in so genannte Pollux-Behälter gefüllt.

Rechts erkennt man zwei Fördertürme. Diese führen in eine Schachtanlage in einem Salzstock, den man früher auf seine Eignung als Endlager für die Pollux-Behälter untersucht hat. Inzwischen wurden die Untersuchungen eingestellt. Niemand weiss nun, wo die verbrauchten Kernbrennstäbe endgültig hin sollen. Und niemand macht sich Gedanken darüber.

* Ich verwende absichtlich nicht den Begriff "Atommüll", weil wir ja in den letzten Jahren alle gelernt haben, den politisch korrekteren Begriff "Wertstoff" an Stelle von "Müll" zu verwenden. Vielleicht bringt es die Technik ja eines Tages zu Stande, auch die Reste aus den Kernkraftwerken wieder zu verwenden.