Bettinas Internet-Galerie

Skulpturen

"Zacatecas", Acryl auf Birnbaum, 1999, 55 cm

Die Skulptur ist nach einem Hauptort in der Sierra Madre in Zentralmexiko benannt.

Zacatecas


Umzimkulu

"Umzimkulu", Acryl auf Birkenholz, 1999, 35 cm

Umzimkulu ist ein Fluss in Südafrika, der bei Port Shepstone in den Indischen Ozean mündet. Etwas weiter im Landesinneren liegt ein namensgleicher Ort. Wie "Zacatecas" ist die Skulptur rundherum bemalt und lässt sich beliebig aufstellen oder hinlegen.



"Tjiwara", Acryl auf Kirschbaum, 1999, 31 cm

Privatbesitz, Wesseling

Beim Volk der Bambara sind Tjiwara ursprünglich Maskenaufsätze in Antilopengestalt, mitunter auch als streng abstrakte Werke gefertigt. Tjiwara bringt Fruchtbarkeit und Kraft für alle, für Pflanze, Tier und Mensch. Vorliegender Tjiwara hat die durch das Material vorgegebene menschliche Gestalt.

Tjiwara


Batshokwe

"Batshokwe", Acryl auf Holz, 1999, 28 cm

Die Batshokwe sind ein Volk im südlichen Kongo und nördlichen Angola. Dem Werk habe ich den Namen aufgrund einer Holzmaske des genannten Volkes gegeben, die in warmen Rot-Braun-Farbtönen und in Blau gehalten ist. Die Batshokwe tragen die Maske zu profanen Spielen, bei Volkssatiren und zur Unterhaltung.



"Oshe Shango Kwango Kwilu", Acryl auf Holz, 1999, 103 cm ohne Sockel

Kwango und Kwilu sind zwei große Zuflüsse des Kongo. Aus dieser Region stammt eine farbige Malerei mit plastischen Vogel auf einer Rindentafel, die mich sehr beeindruckt hat.

Oshe Shango Kwango Kwilu


Oshe Shango Bena Kanyoka I

"Oshe Shango Bena Kanyoka I", Acryl auf Birkenholz, 1999, 93 cm ohne Sockel

Privatbesitz, Bonn

Die Bena Kanyoka sind ein Volksstamm im ehemaligen Südost-Kongo, heute Zaïre. Sie stellen Menschen in ungewöhnlicher, asymmetrischer Haltung dar. Gleichzeitig assoziiert das äquatornahe Gebiet intensive Sonne, verkörpert in kräftigen Gelb- und Orangetönen, aber auch gleichbleibend lange Nächte, die in den tiefen Blau- und Schwarztönen Ausdruck finden.



"Oshe Shango Bena Kanyoka II", Acryl auf Birkenholz, 1999, 64 cm ohne Sockel

Privatbesitz, Wachtberg

Wie das vorangehende Kunstwerk nach einem kongolesischen Volksstamm benannt. Beide Werke sind gleichzeitig entstanden und daher nicht allein aufgrund gleicher Farbpalette und Asymmetrie verwandt.

Oshe Shango Bena Kanyoka II


Meditation über Afrika

"Meditation über Afrika", Acryl auf Holz, 1997, Höhe 48 cm

Privatbesitz, Newcastle, England

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"oshe shango", Acryl auf Holz, 1997, Höhe 87 cm (ohne Sockel)

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oshe shango


Makonde

"Makonde", Acryl auf Holz, 1999, Höhe 32 cm

Privatbesitz, Sankt-Augustin





Zu den Skulpturen

Seit 1997 arbeite ich mit Holz. Auslöser für diese Arbeiten waren zwei Holzstücke, Äste eines gefällten Baumes, die ich auf einem Waldspaziergang fand. Ich sah bereits in Gedanken die farbigen Säulen, die daraus entstehen würden. Das Material und die Form hatten meine Inspiration geweckt.

Der schöpferische Akt ist zugleich ein körperlicher Akt. Die Bearbeitung eines Holzstücks ist körperlich anstrengend und erfordert Zeit, die ich zur Besinnung nutze. Die Form der Hölzer verändere ich wenig und lasse das Material sprechen. Es bestimmt dann auch die Grundkomposition: wie bei meinen Bildern legen ich die zentralen Achsen und Formen fest, während ich anschließend mit den Formen spiele. Desgleichen mit der Farbe. In neuerer Zeit reduziere ich gerne einmal das Farbspektrum des einzelnen Werkes. Wie bei meinen Bildern grundiere ich in weißer Farbe bevor die Bemalung erfolgt. Das Holz bedecke ich in den meisten Fällen ganz mit Farbe. Die nach oben weisende Bewegung, die lang gestreckte Form und die intensive Farbgebung sind Grundmerkmale meiner Skulpturen. Die Bemalung ist überwiegend abstrakt mit gelegentlichen figuralen Anspielungen. In einigen Werken kann man Gesichter erkennen. Da das Holz viel Zeit benötigt zu trocknen, habe ich stets einen Fundus von Hölzern vorrätig, die ich je nach Trocknungsgrad in Angriff nehmen kann.

Meine Holzskulpturen sind von der traditionellen Kunst Schwarzafrikas beeinflußt. Ich benutze ihre Formsprache der einfachen geometrischen Muster und erweitere oftmals ihre Farbpalette. Die Faszination, die von ihrer Kraft und Ursprünglichkeit ausgeht, kommt darin zum Ausdruck. Holz ist der beliebteste Werkstoff der Schwarzen. Ihre Skulpturen sind meist aus einem Stück geschlagen und die Form des Baumes oder Asts ist in der Regel erkennbar. Oft werden nur kleine Partien bemalt, dafür werden sie kunstvoll geschnitzt. Die wichtigsten Farben der Afrikaner sind Rot, Weiß, Schwarz. Diese Farben sind mineralischer, tierischer und pflanzlicher Herkunft und dem Menschen daher leicht zugänglich.

In Afrika gibt es verschiedene Arten von hölzernen Pfahlplastiken. Auf Madagaskar und in Kenia beispielsweise werden geschnitzte Holzpfähle zu Ehren der Toten aufgestellt. Meine frühen Arbeiten habe ich nach Pfahlplastiken “oshe shango" benannt, dem mächtigen Donnergott “shango" errichteten Werke. “oshe" bedeutet Zauberstab; ein solcher Stab kann Wunder wirken und Unheil abwehren. Heute nenne ich meine Skulpturen “oshe" und versehe sie mit einem Zusatztitel, der mir passend erscheint. Die Vorstellung eines Stabs, der den Betrachter verzaubert, gefällt mir.

In letzter Zeit wurde ich wiederholt gefragt, ob man die “oshes" auch in den Garten stellen könne. Diese Frage muß ich verneinen, da Holz immer verwittert. Besonders die unbemalte Unterseite, mit der der “oshe" am Sockel befestigt wird, läßt sich nicht wasserdicht behandeln. An einem Standort draußen wird an einer Stelle immer Wasser eindringen, Verwitterung und Pilzbefall wird folgen. Aus diesem Grunde habe ich mich zuletzt entschlossen, auf PVC-Rohr zu malen, das nicht feuchtigkeitsempfindlich ist. Das Rohr wird angerauht, mit einer speziellen Farbe grundiert und anschließend wie die Hölzer mit Acrylfarbe bemalt. Die streng geometrische Form des Rohrs bildet einen Kontrast zu den vielfältigen Formen des Pflanzenbewuches, während sie im Raum sehr starr aussähe. Diese “Gartenoshes" werden in einem etwa 30 bis 40 cm tiefen Loch aufgestellt.



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Künstlerin:
Bettina Strauss
Tobringen 4
D-29494 Trebel
Germany
E-Mail: bettina@bettina-strauss.de

Last Updated: 03.04.2012