Bettinas Internet-Galerie

Bilder

"Drachenbild"

Ölkreide, Acryl auf Leinwand, 2002, 50 cm x 200 cm



"Strudelkomposition 1"

Ölkreide, Acryl auf Leinwand, 2002, 70 cm x 100 cm

"Strudelkomposition 2"

Ölkreide, Acryl auf Leinwand, 2002, 70 cm x 100 cm

"Komposition 5 Rot"

Ölkreide, Acryl auf Leinwand, 2002, 70 cm x 100 cm

"Komposition 6 Rot"

Ölkreide, Acryl auf Leinwand, 2002, 70 cm x 100cm

"Komposition 4"

Ölkreide, Acryl auf Leinwand, 2002, 70 cm x 100cm

Studie

Mischtechnik auf Papier, 1997, 50 cm x 70 cm

Studie

Mischtechnik auf Papier, 1997, 50 cm x 70 cm
Privatbesitz, Köln

Kosmos

Mischtechnik auf Leinwand, 1996, 42 cm x 52 cm
Privatbesitz, Alabama

Studie

Mischtechnik auf Leinwand, 1996, 32 cm x 42 cm

Studie

Mischtechnik auf Papier, 1997, 50 cm x 70 cm

Bergisches Land

Mischtechnik auf Papier, 1996, 50 cm x 70 cm

Frühlingsbeginn

Mischtechnik auf Papier, 1995, 48 cm x 68 cm




Zu den Bildern

Meine Arbeiten auf Leinwand und Papier sprechen eine sehr direkte und spontane Sprache. Das Handwerkszeug, Leinwand oder Papier, Ölkreiden und schnell trocknende Acrylfarbe, ermöglichen ein schnelles Arbeiten, so daß momentane Stimmungen, Eindrücke, Lichtverhältnisse unmittelbar dargestellt werden können. Daher arbeite ich am liebsten draußen unter freiem Himmel, wo die Sonne die Farben sofort trocknet, wo die Weite des Himmels und der Natur ein freies und unbeschwertes Arbeiten ermöglichen.

Mitte der neunziger Jahre entwickelte ich mich von der gegenständlichen zur abstrakten Malerei. Dieser Schritt war keine gewollte Abkehr vom Gegenstand, sondern vollzog sich rein intuitiv. Ich war an dem Punkt angekommen, wo ich meine gelebten Eindrücke und Stimmungen ungefiltert wiedergeben konnte, den Gegenstand also nicht mehr benötigte, ja, er sogar störte. Dies bedeutet jedoch nicht, daß ich mich am Ende einer Entwicklung befinde, sondern es ist durchaus denkbar, daß der Gegenstand, in welcher Form auch immer, wieder in meine Malerei zurückkehren wird. Etwa dann, wenn das abstrakte Arbeiten einer zu großen Beliebigkeit Platz macht.

Auch ein abstraktes Bild folgt einer Ordnung und entsteht nicht aus dem hohlen Bauch. Zunächst mache ich mir Gedanken über die Komposition und die Farben, die ich verwenden möchte. Dann versuche ich, mich vollkommen zu entspannen, um meiner Vorstellung, meinem inneren Erleben Ausdruck verleihen zu können. Das gelingt mir oft bei einem Lauf oder einer Radrunde in der Natur, bei der Gartenarbeit oder meinem eigenen Flötenspiel.

Am liebsten ist mir eine rohe, unbearbeitete Leinwand, bei der das naturfarbene, etwas unregelmäßige Gewebe sichtbar ist. Am besten, sie ist noch gar nicht auf den Keilrahmen gespannt und etwas uneben, wie organische Materie. Oft zeichne ich mit Pastellkreide in groben Strichen Zeichen und Linien auf die Fläche, die später Einfluß auf die Komposition des Bildes nehmen und zentrale Achsen des Bildes bestimmen. Darüber grundiere ich dünn mit weißer Acrylfarbe, so daß die darunter liegenden Ölkreiden sichtbar bleiben. Die weiße Grundierung bewirkt, daß die später aufgetragenen Farben eine höhere Leuchtkraft entwickeln. An den Rändern und auch an anderen Stellen bleiben zufällig ausgesparte Flecken auf der naturfarbenen Leinwand stehen, so daß der organische Charakter der Leinwand erhalten bleibt. Das Malen erfolgt in Stehen; immer wieder trete ich ein paar Schritte zurück, um Abstand zu gewinnen.

Ist die Grundierung getrocknet, beginne ich mit den hellen Farben. Sie werden zum Teil mit Wasser so verdünnt, daß sie verlaufen und auf der leicht gewellten Leinwand ihren Weg suchen. Jede Schicht muß trocknen, bevor die nächste aufgetragen wird, es sei denn, ich wünsche ein Verlaufen der Farben. Diese erzwungenen Pausen ermöglichen Bedenkzeit, um mir über Farbe und Form der nächsten Schicht klar zu werden. Mit jeder aufgetragenen Schicht übernimmt das Bild mehr Regie über das Geschehen. Auch durch Zufall entstehende Effekte haben Einfluß auf das Bildgeschehen. Die weiße Grundierung zu Anfang überläßt noch völlige Freiheit, jeder weitere Schritt grenzt den Handlungsspielraum ein. Die Farben werden meist aus der Flasche auf die Leinwand “gedript", manchmal auch eher geschleudert und anschließend mit dem Spachtel oder einem Stück alter Leinwand in großen Bewegungen verteilt.

Ein Bild ist fertig, wenn die folgende Schicht Bildelemente zerstören würde, das Bildgeschehen zerfasern ließe. Es ist dann fertig, wenn es dem Betrachter genügend Freiheit läßt, es in seiner Phantasie zu Ende zu führen und auch manchmal etwas Neues darin zu entdecken.



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Künstlerin:
Bettina Strauss
Tobringen 4
D-29494 Trebel
Germany
E-Mail: bettina@bettina-strauss.de

Last Updated: 03.04.2012